Wir haben schon einiges über Hunde im Einsatz bei Epilepsie gelesen, und so habe ich mich bei der Krankenkasse erkundigt ob es Möglichkeiten gibt einen Epilepsiehund zu bekommen, dort wurde uns dann leider mitgeteilt, das Hunde zu diesem Zweck noch nicht anerkannt sind… Schade.

 

Im Grunde ging es darum das die Krankenkassen die Kosten dafür nicht übernehmen können, da diese Hunde eine spezielle Ausbildung benötigen würden.

Man muss dabei auch zwischen Therapie– und Assistenzhunden unterscheiden.

 

Also machten wir uns Gedanken was wir von einem Hund erwarten würden und ob denn ein junger Hund der in unsere Familiensituation herein wächst lernen könnte mit den Anfällen umzugehen.

 

Im Grunde würde es uns schon ausreichen, wenn er die Anfälle von Susanne einige Minuten vorher erkennen/spüren würde, so dass wir Susanne aus dem Gefahrenbereich bringen könnten. z.B. Treppen Dusche usw.

 

Nach reichlicher Überlegung kamen wir dann zu dem Entschluss, wir versuchen es einfach.

Den Wunsch eines Hundes hatten meine Kinder, zugegeben auch Ich, schon länger.

Und wenn ein junger Hund in einer Familie aufwächst lernen nicht nur die Kinder Verantwortung zu übernehmen, sondern auch der Hund kann sich den Umständen anpassen, wie wir nun mit Gewissheit erfahren haben.

 

Also sind wir seit Juni 2006 stolze Besitzer eines Altdeutschen Hütehundes Namens Sissy, sie ist jetzt schon fast 11 Monate alt und hat sich sehr gut eingelebt

Ich muss sagen wir haben echt Glück gehabt.

Sissy ist wirklich eine absolut liebe, davon abgesehen das diese Rasse sehr gelehrig ist, ist sie auch sehr gehorsam.

Die Kinder können alles mit Ihr machen, sie tut keiner Fliege was zu leide und ist auch mit allen anderen Hunden verträglich.

 

Das es sich um einen Hütehund handelt bekamen wir schon bei den ersten Spaziergängen zu spüren, so klein wie sie auch war, sobald Matthias sich von uns entfernte holte sie Ihn am T– Shirt zurück.

 

Doch nun zu den Anfällen und wie Sissy damit umgeht.

Anfangs sprang sie wild bellend zwischen Susanne und mir umher und biss mir immerzu ins Hosenbein.

Mittlerweile spitzt Sissy sofort die Ohren springt auf und rennt bellend zu Susanne, so bin ich rechtzeitig bei Susanne bevor der Anfall richtig ausbricht.

Sissy bleibt auf jeden Fall in Susannes Nähe, was sehr beruhigend für Susanne ist… gerade wenn der Anfall nicht „richtig“ zum Ausbruch kommt, ihre so genannte Aura.

 

Susannes Anfälle dauern Momentan ca 5 Minuten.

 

Es ist auch für mich beruhigender, gerade Nachts oder wenn ich draußen etwas machen muss, da Sissys mich rechtzeitig aufmerksam macht.

 

Ich habe es vorher ja nicht so recht glauben wollen, aber es funktioniert wirklich und ich kann jedem nur empfehlen wenn er sich für ein tierisches Familienmitglied entscheiden sollte, dann für einen Altdeutschen Hütehund.

 

Klar ist es mit Arbeit verbunden, Sissy hat sehr langes Fell und muss regelmäßig ausgebürstet werden, aber ich genieße auf jeden Fall die Spaziergänge mir Ihr und wir haben alle sehr viel Freude an Ihr.